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Seite 1 von 2 Da es als erwiesen gilt, dass sich psychische Anlagen ebenso vererben wie physische, kommt der wesensmäßigen Selektion des Zuchthundes eine besondere Bedeutung zu. Um den Wesensstandard des Retrievers zu gewährleisten, ist eine entsprechende Überprüfung des Junghundes erforderlich. Dies geschieht durch den Wesenstest nach Schweizer Muster. Zum Wesenstest sollte der Hund von seiner Bezugsperson, also der Person, zu der er das größte Vertrauen hat, vorgestellt werden. Während des gesamten Wesenstests bewegt sich der Hund frei - also ohne Leine und ohne spezielle Kommandos und muss diverse Situationen bewältigen. Jeder Hund wird einzeln vorgenommen.
Um an einem Wesenstest teilnehmen zu können, muss der Hund mind. 9 Monate alt und sollte geschlechtsreif sein. Läufige Hündinnen, kranke oder verletzte Hunde können nicht teilnehmen. Ablauf des Wesenstests Zuerst wird man vomWesensrichter begrüßt; die Identifikationskontrolle vorgenommen und dann möchte der Richter die Lebensumstände und Gewohnheiten des Hundes erklärt haben. Dann kann der Test beginnen · Spaziergang mit dem Hund über eine Wiese / ein Feld

Der Richter beobachtet wie weit sich der Hund vom HF entfernt und ob er die Richtugnswechsel mitmacht. Dabei wird hauptsächlich auch die Bindung getestet, sowie Stöbertrieb und Spurtrieb. · Spaziergang durch eine Gruppe von fremden Menschen 
Hier soll der Hund weder unsicher noch misstrauisch ausweichend, weder ängstlich noch aggressiv reagieren · Spiel 
Jeder HF soll mit seinem Hund ohne Gegenstand spielen, der Hund sollte also motiviert werden. Dasselbe machte dann noch eine weibliche sowie eine männliche fremde Person wobei sich der Hund anfassen lassen sollte. Hier wird der Spieltrieb beobachtet und wie locker der Hund mit Fremden umgeht.
Danach stellt der Wesensrichter einen Ball zum Spielen und Apportieren zur Verfügung. Es wird der Beute-und Bingtrieb festgestellt.
Dann kommt das Zerrspiel wobei erst der HF dann der Richter dem Hund einen Lappen hinhält und diesen dran zerren lässt. Wie weit geht der Hund um seine Beute zu behalten, oder will er sie vielleicht sogar verteidigen? Es wird dabei der Kampftrieb getestet . Hier darf der Retriever keinesfalls Schärfe zeigen. · Seitenlage 
spielerisch wird der Hund von seinem Führer auf die Seite gelegt. Dann kommt kommt der Richter dazu und hält ihn einige Sekunden fest wobei beobachtet wird wie der Hund auf den Richter reagiert und wie entspannt oder gestresst er liegen bleibt. · Verhalten in der Menschenmenge 
Der Hf steht mit seinem Hund in der Mitte von Menschen die ein U bilden. Die Menschen kommen in schnellen Schritten auf beide zu, so dass sie ganz eng umzingelt sind.Es öffnet sich das U wieder und gleich dasselbe noch mal.Jetzt entfernt der Hf sich und der Hund bleibt allein im U.Hier wird beobachtet wie dieser reagiert, wie schnell er drängt und wie er sich dafür einsetzt.Auch ob er, nachdem er wieder draußen ist gleich zu seinem Herrchen/Frauchen rennt. Schusstest 
Währenddem der Hf u. Hund sich frei bewegen , werden 3 Schüsse abgegeben auf 3 verschiedenen Distanzen, wobei der Hund ganz locker bleiben sollte · Verhalten gegenüber optischen und akustischen Reizquellen Beim den nachfolgenden Posten wird das Verhalten des Hundes auf Umwelteinflüsse geprüft. Er wird mit verschiedenen optischen und akustischen Gegenständen konfrontiert. Diesen soll er gelassen und unbeeindruckt begegnen. Lässt er sich von den Einflüssen beeindrucken, oder versucht er, sich ihnen zu entziehen, hat dies einen negativen Einfluss auf seine Bewertung.
1.Hund muss unter Flatterbänder hindurch 
2. ein Stapel Kartonkisten wird umgeworfen

3. ein Regenschirm wird geöffnet und Krach mit einer mit Steinen gefüllten Blechdose gemacht.
4. Hier liegt eine Rehdecke
welche der Hund beschnuppern soll und dann wird dazu ein Geräusch gemacht.
5. Das Gespenst .
Aus einer Hecke kommt ein, mit langem dunklen Mantel bekleideter Mensch rausgesprungen und schwingt einen Besen.
6. Laufen über eine Plastikfolie und Geräusch mit „Donnerblech“ 
7. Stofftier
 Hier hält der Richter ein großes Stofftier mit großen Augen , dieses wird blitzartig aus dem Dickicht in die Senkrechte vor den Hund gehalten.
Der zu prüfende Hund muss alle auf dem Beurteilungsbogen aufgeführten Teile des Tests absolvieren.Ergänzende Testsituationen können vom Wesensrichter bei Bedarf eingefügt werden. Der Hund besteht den Wesenstest nicht, wenn Misstrauen oder Kampftrieb in sehr ausgeprägtem (++) Maße vorhanden sind. Der Hund besteht den Test nicht, wenn eine der folgenden Eigenschaften in ausgeprägtem Maße (+) oder drei dieser Eigenschaften mehr oder weniger (+/-) vorhanden sind: Unsicherheit, Ängstlichkeit, Scheue, Schreckhaftigkeit, Nervosität, angstbedingte Schärfe, sicherheitsbedingte Schärfe, Schussscheue. Ebenso gilt der Test als nicht bestanden, wenn der Hundeführer den Test abbricht
Bis jetzt hat der RCL 3 Wesensteste organisiert Zweimal wo Herr Mario Nauke (LCD ) Richter war und einer wo Herr Karrenberg (DRC) die Hunde begutachtete. Der nächste Wesenstest wird diesen Herbst sein (09.12.2007), richten wird Herr Mario Nauke .
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